19.12.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

ST.-AUGUSTINUS-SCHULE HILDESHEIM

GuterHirtBorAugPress2016HAZv.l. Gabriella, Celine, Reinhard Aksamski, Julia, Beni, Frau Steingräber, Frau Bormann.

Weihnachtsspeise der St.-Augustinus-Schule für den „Guten Hirten“: Es ist seit Langem ein guter Brauch, dass Schülerinnen und Schüler aus der St.-Augustinus-Schule kurz vor den Weihnachtsferien beim Packen der Geschenketüten für den Heiligen Abend in der Pfarrgemeinde Guter Hirt helfen. In diesem Jahr übernehmen das zwei unserer neunten Klassen unter der Regie von Frau Aselmeyer, Frau Otto und Herrn Kuttner. Damit diese Tüten auch ausreichend gefüllt werden können, hilft der Förderverein der Schule traditionell mit einer Sachspende in der Adventszeit. In diesem Jahr brachten die Schülervertreter Julia, Celine, Gabriella und Beni sowie Frau Steingräber vom Förderverein gemeinsam mit der Schulsekretärin Frau Bettels und der Schulleiterin Frau Bormann Kakao, Kaffee, Tee und Süßigkeiten zum Guten Hirten. Reinhard Aksamski vom Sozialen Mittagstisch Guter Hirt freute sich sehr über das soziale Engagement der Schule.

 

11.12.2016 (Kirchenzeitung)

Sprache und Gebräuche
Sprachlernklasse der Alma und Augustinusschule

SprachenAug2016Kigaz2Konzentrierte Arbeit in der Sprachlernklasse.
Foto: Alma

Hildesheim. Sieben Jungen und Mädchen der Albertus-Magnus-Schule (Alma) und der Augustinusschule beugen sich in einem kleinen Klassenraum im Mechthildenheim in der Hildesheimer Innenstadt eifrig über ihre Arbeitshefte. Es herrscht eine konzentrierte, aber lockere Atmosphäre.

Die Kinder und Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Ländern und sind auch unterschiedlich alt (zwischen elf und 17 Jahren) - doch eines haben sie gemeinsam: Sie wollen Deutsch lernen. Während einige schon schwierige Grammatikthemen meistern, üben die „Neuen" in einem Extrabuch den deutschen Wortschatz. Für die Schüler und Schülerinnen aus arabischen Ländern gilt es zunächst die lateinische Schrift zu erlernen. Nach ihrem Deutschunterricht kehren die Sprachlernschüler in ihre Stammklassen an der Alma und der Augustinusschule zurück. Das Zusammensein mit Gleichaltrigen und das Erleben des normalen Schulalltags sind wichtige Bausteine für die Integration. Die Sprachlernklasse besteht seit Februar 2016.

Inzwischen besuchen einige Schüler und Schülerinnen die Sprachlernklasse nur noch zwei- bis dreimal pro Woche, da sie im normalen Unterricht schon gut zurechtkommen. Als „Schule" sehen die Kinder und Jugendlichen ihren Deutschunterricht nicht an und ihre Lehrerin Mechthild Schlüter-Stopat ist auch „keine richtige Lehrerin, sondern eine Mama-Lehrerin". Für Schlüter-Stopat sind die unterschiedlichen Voraussetzungen ihrer Schützlinge eine große Herausforderung - doch gerade darin liegt auch der Reiz. Sie sieht sich auch nicht nur als Lehrerin, sondern auch als Sozialpädagogin und Kulturvermittlerin. Das Erklären deutscher Sitten, Gebräuche und Verhaltensweisen ist Bestandteil des Unterrichts. Und die Sprachlernschüler wissen genau, wofür sie Deutsch lernen, so wie der 17- jährige Abed: damit sein Traumberuf Erzieher Wirklichkeit wird.

Ulrike Peschka

 

06.12.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Heute am Stand der Schulen

Hildesheim. Vertreter der St.-Augustinus-Schule öffnen heute den Weihnachtsmarktstand derSchulen von 11 - 18 Uhr im Hohen Weg, Ecke Rathausstraße. Angeboten werden selbst gebackene Kekse, Marmeladen aus Eigenproduktion, weihnachtliche Bastelarbeiten und in der Schule produzierte Musical-CDs. Zwischen 12 und 13 Uhr tritt die Schulband mit Weihnachtsliedern auf. Die Einnahmen sind für krebskranke Kinder.
cha

 

04.12.2016 (Kirchenzeitung)

Für die Menschen am Rand
Seit 19 Jahren hilft Familie Otto Heiligabend im Guten Hirten
Von Edmund Deppe

Während andere schon gemütlich am Tannenbaum sitzen, ist es für Familie Otto am Heiligabend ganz normal, erst im Guten Hirten in Hildesheim zu helfen.

„Meine Familie kennt das gar nicht anders. Auch als ich noch Diakon in Bad Salzdetfurth war, sind sie mit mir mitgefahren und haben dort am Heiligabend die Christmette besucht“, erzählt Diakon Wilfried Otto. Danach ging es nach Haus, es gab Essen und die Bescherung. Dann wurde Otto Diakon im Guten Hirten mit Sozialem Mittagstisch und Weihnachtsfeier für sozial schwache Menschen. Auch hier gab es einen Weihnachtsgottesdienst mit einem Krippenspiel der Kinder.

Doch danach war nicht Feierabend, sondern es ging erst richtig los. Es folgten die Geschenkeausgabe und das anschließende weihnachtliche Beisammensein. „Unsere beiden Jungs mit sieben und zwölf Jahren waren damals schon alt genug und so war es für uns keine Frage, den Heiligen Abend hier zu beginnen“, erinnert sich Claudia Otto. „Die Alternative wäre gewesen, meine Frau und die Kinder wären nach der Christmette nach Haus gefahren und ich hätte hier weitergearbeitet. Das wäre für mich die schlechteste Variante gewesen, den Heiligabend zu feiern“, betont Diakon Otto. Schon in den Wochen vor Weihnachten hat seine Frau, Lehrerin an der Hildesheimer Sankt-Augustinus-Schule, mit Schülern Geschenke für die Weihnachtsfeier im Guten Hirten gepackt. „Da lag es ja auch nahe, diese Geschenke am Heiligabend an die Menschen zu verteilen, denen es nicht so gut geht“, sagt Claudia Otto.

Claudia AugPressKigaz2016Claudia AugPressKigaz20162

Links: Diakon Wilfried Otto u. seine Frau Claudia helfen seit 19 Jahren bei der Weih- nachtsfeier im Guten Hirten. Foto: Deppe  Oben: Heiligabend beim Sozialen Mittagstisch Guter Hirt: Regelmäßig ist auch der mittlerweile im Ruhestand befindliche Weih- bischof Hans-Georg Koitz mit dabei. Tatkräftig packt er mit an und verteilt Geschenke.
Foto: Archiv
 

Für unsere Kinder war das eine gute Erfahrung

Seit drei Jahren ist Wilfried Otto inzwischen im Ruhestand, hätte einen Schnitt machen können. „Aber uns würde was fehlen, wenn wir Weihnachten nicht mehr im Guten Hirten beginnen würden“, sagt er und fügt lächelnd hinzu: „Nur bin ich heute nicht mehr in der Verantwortung. Wir lassen uns wie alle anderen ehrenamtlichen Helfer einteilen und machen das, was gerade dran ist.“

„Für unsere Kinder war das hier eine gute Erfahrung. Noch immer helfen sie freiwillig mit. Das hat sie geprägt“, weiß Claudia Otto. „Aber wir helfen nicht allein. Immer wieder sind aus unserer Verwandtschaft welche mitgekommen oder auch Freunde und Bekannte. Und natürlich gibt es noch ganz viele andere Helfer – ohne die die inzwischen über tausend Menschen, die hierherkommen, nicht mehr bewältigt werden könnten.“ Anstrengend ist die Arbeit im Guten Hirten – gerade Heiligabend. Auch die hauptamtlichen Mitarbeiter sind froh für jeden, der mithilft. Es ist immer der gleiche Ablauf: Gottesdienst, Geschenke verteilen, „dabei ist es besonders hektisch“, und danach gibt es Suppe, belegte Brote, bunte Teller und es wird gesungen. „Da wird es richtig besinnlich, da kommt Weihnachtsstimmung auf“, sagt Wilfried Otto, „da fließen dann bei den Besuchern auch schon mal Tränen in Erinnerung an bessere Zeiten und frühere Weihnachten.“

Man ist kaputt, aber glücklich

„Wenn unsere Kinder damals noch kleiner gewesen wären, wäre ich mit ihnen nach dem Gottesdienst nach Haus gefahren. Mit kleinen Kindern wäre Helfen nicht möglich gewesen. So war es besser. Sie waren alt genug und sind da reingewachsen. Und: Sie haben keine Berührungsängste vor anderen Menschen“, sagt Claudia Otto zurückblickend. Ottos freuen sich schon auf den kommenden Heiligabend im Guten Hirten. „Es ist viel Arbeit und hinterher ist man zwar kaputt, aber glücklich. Es ist eine Weihnachtserfahrung, die man woanders nicht machen kann. Es ist ein so beglückendes Gefühl, wenn man schließlich nach Hause kommt.“ „Es ist eine ganz besondere Erfahrung, die wir da machen dürfen. Und ich glaube ganz sicher: Wenn Jesus heute geboren würde, er würde an einem Ort wie dem Guten Hirten geboren werden wollen“, meint Wilfried Otto, „denn Gott kommt zu den Menschen, die am Rande sind!“


Wenn schließlich gegen 21 Uhr die Weihnachtsfeier im Guten Hirten endet, wird bei Familie Otto zu Hause Weihnachten gefeiert „mit Singen, Essen, Geschenken und vor allem Dankbarkeit im Herzen“. Um 23 Uhr geht es dann noch einmal los. „Wenn bei uns in Bettmar Christmette ist, gehen wir da noch einmal zusammen hin, und wenn nicht, dann direkt zur Begegnung ins Pfarrheim“, sagt Claudia Otto.

Ob Familie Otto auch zukünftig beim Heiligabend im Guten Hirten helfen wird, steht in den Sternen. „Das hängt von der familiären Situation ab. „Vielleicht machen wir auch mal eine Pause, setzen mal ein Jahr aus. Aber in diesem Jahr sind wir auf alle Fälle wieder mit dabei“, versichert das Ehepaar Otto.

 

20.11.2016 (Kirchenzeitung)

Jetzt mit einer Kapitänin ...
Barbara Bormann hat die Leitung der St. Augustinus-Schule in Hiuldesheim übernommen

Hildesheim (wal). Maritimes hat an der St.-Ausgustinus-Schule Tradition. Gern wird von der MS Augustinus gesprochen – „MS“ für Motorschiff. Auf der Brücke hat mit Barbara Bormann nun eine neue Kapitänin das Ruder übernommen.

Wobei  „Ruder  übernehmen“ nicht  nur  sinnbildlich  zu  verstehen  ist: Der  53-Jährigen  wurde nun  offiziell  ein  kleines  Modell eines  Schiffsruders  überreicht. Natürlich mit der Aufschrift „MS Augustinus“.  Kommandoübergabe abgeschlossen. Barbara  Bormann  tritt  die Nachfolge von Günter Burghardt an, der im letzten Schuljahr verabschiedet  wurde.  Die  Kapitäne  von  St.  Augustinus  scheinen sich  durch  eine  bemerkenswerte    Deckhaftung  auszuzeichnen. Burghardt war insgesamt 42 Jahre  Lehrer  an  der  Schule,  seine Nachfolgerin  Barbara  Bormann kommt auch schon auf 28 Jahre. 1988 hat die Mutter von vier Kindern als Lehrerin für Mathematik, Biologie und Chemie in St. Augustinus angefangen.

Seit drei Jahren ist St. Augustinus mit ihren 555 Schülerinnen und Schülern im Wandel: Aus der traditionellen  Haupt-  und  Realschule  wird  eine  Oberschule. „Das ist nicht nur eine andere Bezeichnung,  sondern  ein  anderes pädagogisches  Konzept“,  betont Bormann. Sie selbst hat den Übergang aktiv mitgestaltet: 2013 hat sie die neue Funktion einer didaktischen  Leiterin  übernommen. Die Oberschule wächst schrittweise von Jahrgang zu Jahrgang. In zwei  Jahren  werden  die  bisherigen Haupt- und Realschulklassen auslaufen.

Das heißt aber auch: „Wir machen uns jetzt Gedanken darüber, wie  wir  inhaltlich  und  didaktisch den 9. und 10. Jahrgang als Oberschule  aufbauen“,  erläutert Bormann. Denn dabei soll vor allem  eines  nicht  verloren  gehen: das Profil von St. Augustinus als „Wohlfühl-Schule  mit  einem  besonderen  Geist“.  Übrigens  keine Eigenwerbung  der  Schule,  sondern  ein  Urteil  der  niedersächsischen  Schulinspektion.  In  den Alltag  übersetzt  bedeutet  Wohlfühl-Schule:  Jeder  Schüler  ist willkommen, das Evangelium hat nicht  nur  im  Schulgottesdienst Raum  und  Nachmittagsbetreuung,  kleine  Lerngruppen  sowie die  Aufnahme  von  Schülern  mit sonderpädagogischem  Förderbedarf sind schlichte Selbstverständlichkeiten.

Die ersten 100 Tage im neuen Amt hat Barbara Bormann bereits hinter  sich:  „Ich  bin  weiter  gut motiviert“, verspricht sie. Für die Motivation  wie  auch  die  Bereitschaft,  die  Leitung  zu  übernehmen, drückt Jörg-Dieter Wächter den  Dank  des  Bistums  aus:  „Es finden sich leider nicht mehr viele, die für eine solche unverzichtbare Aufgabe  bereit  sind,“  meint  der Leiter der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat. Schulleitung bedeute nicht kleinkariert sämtliche Buchstaben von Regeln  und  Gesetzeswerken  abzuarbeiten:  „Das  ist  ein  falsches Verständnis“.

Leitung, gerade an einer katholischen Schule, heiße eher „mutig voranzugehen,  das  umzusetzen, was  für  die  Schule  richtig  und wichtig ist.“ Diese Freiheit sei da, um  genutzt  zu  werden.  Wichtig dabei  sei  vor  allem  die  vertrauensvolle  Zusammenarbeit  mit dem  Kollegium:  „Das  ist  an  der St.-Augustinus-Schule  ganz  eindeutig gegeben.“

Barbara Bormann in KIGAZ 2016Barbara Bormann ist neue Leiterin der St.-Augustinus-Schule. Sie wurde nun vom Leiter
der Hauptabteilung Bildung im Generalvikariat, Dr. Jörg-Dieter Wächter, in ihr
 neues Amt eingeführt..

Foto: Wala

 

25.09.2016 (Kirchenzeitung)

So schmeckt Schule
(Holger Fleige)

„Der Bildungsbeitrag des Faches Hauswirtschaft zielt auf den Erwerb von Ernährungs-, Gesundheits- und Konsumkompetenzen als kulturelle Kompetenzen." So heißt es in der Theorie im Lehrplan des Faches Hauswirtschaft des Landes Niedersachsen. Aber das Fach fristet doch ein Nischendasein. Zu Unrecht. Die Tafel hat nachgefragt.

Wie beurteilen Schüler einer 10. Klasse der St.-Augustinus-Oberschule ihren „Koch- und Backunterricht"?

Joel: „Wir haben letzte Woche Hähnchen-Burger hergestellt; sehr lecker, und haben hinterher alles aufgegessen!"
Dustin: „Hauswirtschaft ist eine echte Abwechslung. Wir dürfen selbstständig kochen und backen. Unsere Lehrerin legt uns alles bereit, nur die Küche muss hinterher gut aussehen!"
Anna: „Ich probiere doch einige Sachen aus dem Unterricht aus, zum Beispiel überbackene Paprika für meine Familie. Wenn's allen schmeckt, freue ich mich sehr! Manchmal haben wir auch Theorieunterricht; Das ist nicht so prickelnd. Aber wir kochen und backen immer in Gruppen; das macht echt Spaß!"

Hartmann: Heutzutage wird zu viel Fast-Food konsumiert, zu viele Fertiggerichte. Die Jungen und Mädchen sollen lernen, mit wenigen Mitteln kleine leckere Sachen zuzubereiten. Wir bemühen uns um eine gute Aufteilung von Theorie- und Praxisanteilen im Unterricht, aber es sind in den letzten Jahren auch viele Stunden gestrichen worden. Unsere Ausstattung in dieser Schule ist gut; die Jungen und Mädchen können sehr selbstständig arbeiten. Leider findet ein Teil des Unterrichts im AG-Bereich statt, und der liegt am Nachmittag, was selten angewählt wird. Größere Gerichte in den ersten beiden Stunden herzustellen und zu verzehren ist auch nicht immer ganz leicht... Aber so schmeckt halt Schule!"

 

17.06.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Der Kapitän geht von Bord
Nach 42 Jahren verlässt Günter Burghardt die Augustinusschule/Barbara Bormann wird neue Schulleiterin
VON HANNA WILKES

HILDESHEIM. An den Wänden hängen Plakate mit der Aufschrift „Alles Gute" und „Der beste Rektor der Welt": Es war ein sehr herzlicher und persönlicher Abschied, den die St.-Augustinus-Schule ihrem Schulleiter Günter Burghardt gestern bescherte. Er verlässt die Einrichtung nach 42 Jahren und geht in den Ruhestand.

Seine Schüler und Kollegen haben sich für die Abschiedsfeier in der Schule ins Zeug gelegt. Im Raum verteilt hängen Fischernetze, hier steht eine Strandliege, dort ein Sonnenschirm. Von der Decke hängen bunte Papierschiffchen. Das Meer- und Urlaubs-Motto soll den Cuxhaven-Liebhaber wohl auch auf seine vielen freien Momente in der kommenden Zeit emstimmen.

press2016 VerabBUIFreut sich schon auf den Ruhestand und viele Reisen nach Cuxhaven: St.-Augustinus-Schulleiter Günter Burghardt

Noch sitzt der gebürtige Hildesheimer aber mit seiner Frau und den beiden Kindern in der ersten Reihe und wartet gespannt auf das Programm für seinen Abschied. Zuvor gab es bereits eine Bischofsmesse im Mariendom. Sein Kollegium zaubert auch gleich die erste Ober-raschung aus dem Ärmel: Es gibt Ansteck-Buttons für jeden Gast, die den Spruch „Der Käpten geht von Bord" tragen.

Danach ist der Komiker Matthias Brodowy, der zwischenzeitlich auch in Hildesheim sesshaft war, an der Reihe. Er geht auf eine Zeitreise in die 70er-Jahre -und da erfahren die Gäste dann auch von Günter Burghardts damaliger Hippie-Frisur. Das Jahrzehnt bedeutet für den heute 63-Jährigen aber noch viel mehr: Er kam 1974 an die St.-Augustinus-Schule. Dort unterrichtete er Mathematik, katholische Religion und Biologie. Vor 16 Jahren übernahm Burghardt schließlich die Leitung. Während seiner Amtszeit bewältigte der Pädagoge unter anderem die Fusion mit der Don-Bosco-Schule.

Burghardt habe der Schule seinen Stempel aufgedrückt, sagt Jörg-Dieter Wächter vom bischöflichen Generalvika-riat, als er sich für den unermüdlichen Einsatz bedankt. Er erinnert an eine Schulinspektion vor einigen Jahren, als das St. Augustinus als „Wohlfühlschule" bezeichnet wurde. Darauf ist Burghardt bis heute stolz.

Seine Kollegen erinnern sich gerne an die Zeit mit ihm: Wie der Familienvater immer einen Witz auf Lager hat oder wie er bei einem Gaststättenbesuch einer überforderten Kellnerin kurzerhand unter die Arme griff. Neben netten Worten bekam der beliebte Schulleiter aber auch reichlich Geschenke mit in den Ruhestand. Seine Kollegen haben natürlich nicht seine große Leidenschaft zu süßen Leckereien vergessen. Neben einem Reisegutschein bekommt er deswegen auch gleich einen ganzen Korb voll Süßkram.

Burghardts Nachfolge steht bereits fest: Barbara Bormann wird neue Schulleiterin. Die Mathematik-, Biologie- und Chemielehrerin arbeitet seit knapp 30 Jahren am St. Augustinus. Vor drei Jahren wurde die Ehefrau und vierfache Mutter didaktische Leiterin der Oberschule.

 

23.04.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Burghardt I sagt tschüss
Leiter der Augustinusschule geht nach 16 Jahren an der Spitze in den Ruhestand/Messe mit Bischof Trelle
VON CHRISTIAN HARBORTH

HILDESHEIM. Ein Achtklässler schlendert ziellos über den Flur. Günter Burghardt geht an ihm vorbei, bleibt dann aber doch stehen und dreht sich um. „Hast  Du gar keinen Unterricht", fragt er.  „Schon, aber ich habe gestört und bin rausgeflogen", erzählt der Junge kleinlaut. Über Burghardts Gesicht huscht der Anflug eines Lächelns, das sich ein Schulleiter in dieser Situation eigentlich nicht erlauben darf. „Soso", sagt der Mann mit dem grauen Kinnbart im Weitergehen. „Beim nächsten Mal bist Du wieder ruhig, dann darfst Du auch drinnen bleiben."

Man spürt deutlich, dass Burghardt in dieser Situation nichts mehr beweisen muss. Ein jüngerer Schulleiter würde sich vielleicht zu einer Grundsatzrede genötigt fühlen. Doch Burghardt benö tigt für seine Autorität keine Standpauke mehr. Außerdem hat er die Gelassenheit eines angehenden Ruheständlers im Rücken.

hi-stadt-a-burghardtpressAug2016                       Abschied mit Honigkuchen? Günter Burghardt vor der Augustinusschule            Foto: Harborth

Am 16. Juni soll es ab 10 Uhr im Dom eine Messe mit Bischof Norbert Trelle zu Burghardts Abschied geben. Anschließend einen Empfang in der nahen Schule, um einen Mann zu ehren, der 42 Jahre seines Arbeitslebens in den Dienst der Bildung gesteckt hat. Und zwar genau hier: In der einstigen katholischen Hauptschule, die zeitgleich mit Burghardts Beginn zur Augustinusschule umbenannt wurde.

Hier hat Burghardt seine Fächer Mathematik, katholische Religion und Biologie unterrichtet. Er war Klassenlehrer und hat 20 Jahre die 1980 eingerichtete Orientierungsstufe geleitet. Im Jahr 2000, als der damalige Schulleiter Josef Schrader in den Ruhestand ging, übernahm er die Leitung der Haupt- und Realschule. Die Zeit der Orientierungsstufe endete 2004, seit 2013 ist die Bildungseinrichtung zwischen Domhof und Bernward-Krankenhaus eine Oberschule.

All das hat Burghardt begleitet. Doch der scheidende Schulleiter hatte noch weitere „Baustellen", die neben allen anderen Tätigkeiten in seinen Aufgabenbereich fielen. Zum Beispiel die Fusion mit der Don-Bosco-Schule. „Damals stießen 200 Schüler und 20 Lehrer von der Marienburger Höhe zu uns", erinnert er sich. „Diese Fusion hat uns viel Kraft gekostet." Trotzdem hat er für seine Schule nur positive Worte. „Die 42 Jahre hier haben mir unheimlich viel Freude bereitet."

Unter Burghardts Schreibtisch steht ein Karton mit den „Resten vom Fest". „Ich sortiere die Sachen aus, die weggeworfen werden können", sagt er. Bücher

wie das Protokollbuch von 1978 landen nicht in dieser Kiste. Beim Durchblättern taucht auch immer wieder der Name Burghardt auf - zum Beispiel im Zusammenhang mit der Planungsgruppe, die damals die Orientierungsstufe vorbereitete.

Burghardts Großeltern hatten eine Honigkuchen- und Zuckerwarenfabrik in Schlesien. „Meine Liebe zu Süßem habe ich deshalb bestimmt in den Genen", sagt er und schiebt eine kleine durchsichtige Dose mit Keksen über den Tisch.

Seine Leidenschaft ist bekannt. Seit 16 Jahren ist Burghardt Leiter der Augustinusschule. Und seit 16 Jahren bekommt er zur Weihnachtsfeier Honigkuchen von seinen Kollegen geschenkt.

Die sprechen zumeist von Burghardt I., wenn sie den Hausherrn meinen. Nicht deshalb, weil der Schulleiter einen monarchistischen Führungsstil pflegt, sondern weil es eine zweite Person seines Namens an der Schule gibt: Burghardt II. ist Musiklehrer Fred Burghardt.

Auch wenn seine Großeltern in Schlesien für all das süße Zeugs sorgten - Burghardt I. ist ein waschechter Hildesheimer. „Ich bin in der Nordstadt aufgewachsen", erzählt er. Hier besuchte er die katholische Grundschule, wechselte danach zur Freiherr-vom-Stein-Schule und war anschließend einer der ersten, die das neu gebaute Gymnasium Himmelsthür besuchten. „Ich gehörte dem ersten Abijahrgang an", sagt er. Zusammen mit zwölf weiteren Schülern hätte er damals seine Hochschulreife abgelegt.

Burghardt ist ein interessierter und engagierter Mann. Zehn Jahre hatte er etwa als junger Mann die Malteser Hildesheims geleitet - neben seinen damaligen anderen Verpflichtungen rund um die Schule.

Die werden in wenigen Wochen ganz enden. Und mit einer solchen Situation muss sich auch ein Mann wie Burghardt erst einmal zurechtfinden. „Aber ich freue mich drauf - vor allem, dass ich morgens nach dem Frühstück sitzen bleiben und das Kreuzworträtsel in der Zeitung lösen darf."

 

24.04.2016 (Kehrwieder am Sonntag)

Sechster Energieförderpreis der Volksbank Hildesheimer Börde vergeben
Doppelsieg geht nach Alfeld

(r/lv) Landkreis. Bereits zum sechsten Mal hat die Volksbank Hildesheimer Börde einen Förderpreis für innovative Energie-Projekte vergeben. Die Grund- und weiterführenden Schulen in Stadt und Landkreis waren eingeladen, ihre Ideen rund um die Themen Energieeinsparung und Energieerzeugung einzureichen.

Den ersten Preis und jeweils 750 Euro teilen sich zwei Alfelder Schulen: Die Carl-Benscheidt-Realschule überzeugte die Jury mit ihrer selbst konstruierten Anlage zum richtigen Lüften von Schulräumen. Durch ein Relais an den Fenstern der Räume wird die Heizungswärmezufuhr im Lüftungsfall gestoppt und nach Schließen des Fensters sofort aktiviert, so dass unmittelbar wieder die Wärme den Raum heizen kann.

Die Berufsbildenden Schulen Alfeld stellten ihre Pläne für ein eigenes Blockheizkraftwerk vor. Dafür verwenden die Schüler einfache und kostengünstige Mittel, um einen möglichst hohen Gesamtwirkungsgrad zu erreichen. Die Materialien wurden von ortsansässigen Firmen gespendet.

Zweiter Sieger wurde die St.-Augustinus-Schule in Hildesheim mit ihrer Aktion „Stoffbeutel statt Plastiktüten". Die Schüler hatten selbstgebastelte Beutel aus Reststoffen auf Basaren, Schulfesten und Aktionstagen verkauft. Dafür gab es 500 Euro. Jeweils 200 Euro als Drittplatzierte erhielten die Hildesheimer Michel- senschule, die Realschule Himmelsthür und die Hauptschule Hohenhameln.

Der Jury gehörten Vertreter des Landkreises Hildesheim (Eckhard Speer), der Universität Hildesheim (Professor Dr. Martin Sauerwein) und der IHK Hannover (Dr. Alexander Witthohn) an. Der für die „Energie-Bank" verantwortliche Holger Gröbitz lobte das Engagement der Teilnehmer.

UmweltpreisAug2016Holger Gröbitz(6.v.l.) von der Börde-Volksbank mit den Gewinnern des Energiepreises

 

23.04.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Auch mit Stoffbeuteln lässt sich die Umwelt retten
Für ihre Energie-Projekte bekommen sechs Schulen insgesamt 2600 Euro Preisgelder

VON HANNA WILKES
KREIS HILDESHEIM. Energien und Ressourcen verschwenden? Nicht mit uns, so sagen die Schüler, die sich für den Energieförderpreis der Volksbank Hildesheimer Börde beworben haben. Sechs Projekte konnten sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und ihre Initiatoren dürfen sich somit über ein Gesamtpreisgeld von 2600 Euro freuen.

PressUmweltpreisAug20162Ziel des Wettbewerbs: Grundschulen und weiterführende Schulen in Stadt und Landkreis sollen sich kritisch mit dem Thema Energie ausein- andersetzen. „Besonders schön ist es zu sehen, mit welcher Begeisterung sich junge Menschen diesem Thema widmen", lobte Holger Gröbitz, General- bevollmächtigter der Volksbank Hildesheimer Börde.

In diesem Jahr achtete die Jury besonders darauf, ob die Schüler bei ihren Projekten selbst mit Hand angelegt haben, sagte Jurymitglied Martin Sauerwein, Professor an der Universität. Den ersten Platz teilen sich zwei Schulen aus Alfeld.

Die Carl-Benscheidt-Realschule hat sich um ein Problem gekümmert, das ständig und überall zu beobachten ist: Die Fenster im Haus sind offen, während drinnen die Heizung glüht. Die preiswerte Lösung ist ein Relais an den Fenstern, das die Wärmezufuhr stoppt, sobald sich das Fenster öffnet - und umgekehrt. Die Fachoberschule Technik der Berufsbildenden Schule


Mit ihren Stoffbeuteln haben Chantale Blach (links)
     und Sophie Nagel den zweiten Platz ergattert.

konnte mit einem Blockheizkraftwerk punkten. Das erstellen und konstruieren die Schüler mit kostengünstigen Mitteln selbst. Die 750 Euro Preisgeld, die beide Sieger jeweils bekommen, kann die Schule für dieses Projekt gut gebrauchen.

Der zweite Platz wird mit 500 Euro belohnt und die hat sich das St. Augustinus geschnappt. Das Projektmotto: Stoffbeutel statt Plastiktüten. Die beiden Zehntklässlerinnen Chantale Blach und Sophie Nagel haben gemeinsam mit ihren Mitschülern aus alten Kleidungsstücken und Stoffresten Taschen genäht und verkauft. Die neueste Idee der Schule ist eine Pilotklasse, die komplett auf Müll verzichtet.

Weitere drei Schulen teilen sich den dritten Platz. Die Michelsenschüler haben sich um die Beleuchtung ihrer Schulräume gekümmert und ausgerechnet, wie viel sie alleine sparen, wenn sie in den Pausen immer das Licht ausschalten würden.

Die Realschule Himmelsthür hat Flyer in verschiedenen Sprachen entworfen, auf denen zum Beispiel steht, wie die Schüler richtig lüften oder energiesparend mit der Kaffeemaschine umgehen können.

Auch die Hauptschule Hohenhameln kommt mit ihrem Klimaretter-Projekt noch aufs Treppchen. Gemeinsam mit Energieberatern suchen die Schüler nach energetischen Schwachstellen an ihrer Schule. Alle Drittplatzierten erhalten jeweils 200 €

 

22.04.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Augustinusschule verlässt den Pfaffenstieg
Oberschule zieht sich aus dem Volkshochschul-Gebäude zurück/
Letzte Don-Bosco-Schüler machen ihren Abschluss

HazUmzugVHS2016Deutschlehrer Stephan Schütte (links) bereitet die 10dR auf die Abschlussprüfungen vor,
 die am Montag beginnen.

HazUmzugVHS20162Hildesheim. Die Augustinusschule wird sich im Sommer nach drei Jahren aus ihrer Zweigstelle am Pfattenstieg zurückziehen. Wegen der Platzprobleme in der Treibestraße musste die Oberschule damals acht Klassen im ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Gebäude unterbringen. Inzwischen sind es schon nur noch vier, die im Erdgeschoss zwischen Volkshochschule und Turnhalle büffeln.

Dies markiert in zweifacher Hinsicht einen Wendepunkt: Zum einen zieht sich die Schule zurück. „Zum anderen sind dies die letzten Mädchen und Jungen der einstigen Don-Bosco-Schule, die ihren Abschluss machen", sagt Schullleiter Günter Burghardt. Die Hauptschule von der Marienburger Höhe fusionierte im August 2013 mit der Augustinusschule. Ihre Räume in der Bromberger Straße bezog damals die neu gegründete Oskar-Schindler-Gesamtschule.

Unter denen, die damals an den Pfaffenstieg zogen, waren auch die Mädchen und Jungen der heutigen Klasse 10 dR. Sie stecken derzeit mitten in den
Über dem Eingang hat die Augustinusschule bisher
noch ihr Banner hängen. Nach dem Auszug soll es
abgehängt werden.

Vorbereitungen auf ihre Abschlussprüfung, die am Montag beginnt. Bei Lehrer Stephan Schütte haben sie zum Beispiel das Thema „Hörverständnis". Die Zehntklässler hören Radiobeiträge, am Ende müssen sie unter Beweis stellen, dass sie die Inhalte verstanden haben und auch wiedergeben können. „Mehr als die Hälfte von ihnen wird den Erweiterten Realschulabschluss erreichen, der zum Übergang auf ein Gymnasium berechtigt", prognostiziert Burghardt. Danach werden sie die Schule verlassen.

Viele Lehrer müssen bisher noch zwischen Treibestraße und Pfaffenstieg pendeln, um zum Unterricht zu kommen. Und auch die Schüler müssen sich noch bis Sommer auf den Weg in die Fachräume am Hauptstandort machen, wenn etwa Physik oder Chemie auf dem Stundenplan steht. Trotzdem fällt das Lob für den Ort der jetzt verlassen werden soll, unisono aus. „Es war hier viel besser", fasst Greta Kirschner aus der 10 dR die Meinung der meisten anderen zusammen. „Hier hatten wir unsere Ruhe." Damit spricht sie wohl allen Zehntklässlern der Zweigstelle aus der Seele. „Nur bei Eis und Schnee war es manchmal hart", fügt Lehrerin Annette Lüdke hinzu.

Zum Auftakt der Fusion mit der Don-Bosco-Schule musste die Augustinuschule vor drei Jahren rund 200 Schüler und 20 Lehrer integrieren. Zum neuen Schuljahr wird die katholische Schule dann wieder die Schülerzahl erreicht haben, die sie auch vor dem Zusammenschluss hatte. „Im neuen Schuljahr werden wir etwa 560 Mädchen und Jungen haben", sagt Burghardt. Auch bei den Lehrern relativiert sich die Zahl zum neuen Schuljahr. „Mit mir gehen im Sommer elf in den Ruhestand", sagt Burghardt. Derzeit hat die Augustinusschule noch 71 Lehrer.

Eine, die die Schule zusammen mit Burghardt verlassen wird, ist ein „Don-Bosco-Urgestein": Annette Knabe hatte allein ein Vierteljahrhundert in der Bromberger Straße unterrichtet - und weitere drei Jahre an der Augustinusschule. „Wir sind hier freundlich aufgenommen worden", erinnert sie sich. Sehr wahrscheinlich, dass auch der Abschied so freundlich ausfallen wird.

Bei der VHS haben bereits die Planungen für die Zeit danach begonnen. „Die Räume gehen in unserem neuen Sprachflügel und Prüfungszentrum auf", sagt VHS-Chefin Margitta Rudolph. Hierfür sollen die Räume nach dem Auszug zunächst renoviert werden. „So schnell wie möglich, damit wir noch einen Teil der Sommerferien für die Arbeiten nutzen können", sagt Rudolph.

 

12.03.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Wenn nicht in der Mauer, dann an der Mauer
Schüler hängen mit Hilfe der Feuerwehr Nistkästen für kühne Jäger der Lüfte auf
VON HANNA WILKES

HAZSchwalbe2016Arbeiten in luftiger Höhe: Dieter Areschin und Lehrer Burkhard Rasche verschrauben die Nistkästen

HILDESHEIM. In luftiger Höhe begann gestern der Tag für Burkhard Rasche. Der St.-Augustinus-Lehrer hat mit seiner Bio-AG in den vergangenen Monaten Nistkästen für Mauersegler gebaut - die mussten nun aber noch unter dem Dach der Schule angebracht werden. Dazu war die AG auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen.

Jan-Eric Plötze, Jason Hartmann, Stefanie Spranzel und die Geschwister Pauline, Marlon und Felix Kreipe haben seit den Herbstferien sechs Kästen gezimmert: gut acht Stunden Arbeit, bis die länglichen Häuschen mit dem dunklen Dach fertig waren, schätzt Rasche, der seine Schüler bei der Arbeit angeleitet hat. Zwei Eingänge hat jeder Nistkasten, eine Zwischenwand trennt beide voneinander ab.

Die Sechst-, Siebt- und Zehntklässler haben in der AG aber nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten geschult. Sie haben auch einiges über die zukünftigen Bewohner der Kästen gelernt. „Mauersegler sind fast nur in der Luft unterwegs", erzählen die Schüler. „Sie schlafen und paaren sich sogar im Fliegen." Im Sommer fallen die Vögel oft durch ihre schrillen Pfeiftöne auf.

Dem Nabu zufolge brüten in Deutschland bis zu 460 000 Paare. Doch ihr Bestand ist gefährdet. Etwa, weil das Nahrungsangebot durch Insektizideinsatz und sterile Ziergärten sinkt. „Zudem verlieren diese Zugvögel an Nistmöglichkeiten", sagt Lehrer Rasche. „Häuser werden immer besser gedämmt und Ritzen verschlossen." Die Tiere sind sogenannte Höhlenbrüter an Häusern, Felsen und alten Bäumen.

Um den Mauerseglern neue Nistplätze anzubieten, mussten die Häuschen nun in gut zwölf Metern Höhe an der Schulfassade aufgehängt werden. Dafür rückten Dieter Areschin und Michael Hampe von der Hildesheimer Feuerwehr mit einer Drehleiter an. Nachdem Rasche und Areschin den Korb mit Nistkästen beladen hatten, navigierte sie Hampe vorsichtig an das Schuldach heran. Rund eine Dreiviertelstunde dauerte es, bis alle Kästen hingen.

Ab April kommen die Mauersegler nach Deutschland zurück - noch halten sie sich im warmen Afrika auf. Im August brechen die Mauersegler wieder gen Süden auf.

Das Baumaterial für die Nistkästen hat die AG mit einem Preisgeld aus dem vergangenen Jahr finanziert. Da hatte sie nämlich einen der ersten Plätze beim Wettbewerb „Wer baut das beste Wildbienenhotel?" gewonnen. „Das Geld habe ich dann gleich in das nächste Projekt gesteckt", erzählt der Bio- und Mathelehrer. Die AG ist schon gespannt, ob die Mauersegler ihre Nistkästen genauso gut annehmen wie die Bienen ihr Hotel.

 

03.03.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Welche Schule für mein Kind?
Oberschule, Gymnasium, oder doch lieber Gesamtschule?
Die HAZ hat einen Überblick über die weiterführenden Schulen in Stadt
und Landkreis Hildesheim zusammengetragen.

(Auszug)

Bild Schule HAZ 2016St.-Augustinus-Schule
Treibestraße 2,,31134 Hildesheim
Telefon: (05121) 322 66
Internet: www.augustinus-schule.de
E-Mail: st.-augustinus-schule@t-online.de
Schulleiter: Günter Burghardt
Zahl der Schüler: 630
Freiwilliges Ganztagsangebot


Besonderheiten:
Oberschule seit 2013; gemeinsames Lernen und Fördern unter einem Dach; intensives Förderangebot in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik; Französisch wahlfrei ab Klasse 6; freiwilliges Nachmittagsangebot mit Mittagessen, Hausaufgaben- betreuung und Arbeitsgemeinschaften; Musicalproduktionen im schuleigenen Tonstudio; öffentliche Auftritte der Musik- und Tanz- gruppen; religiöse Orientierung; soziales Lernen; Umwelterziehung und Methodenlernen. Praxisnahe Hilfen zur Berufsorien- tierung, Berufseinstiegsbegleitung ab Klasse 8, Computerkurse und informationstechnische Grundbildung.

Aufnahmebeschränkungen:
als Schule in der Trägerschaft des Bistums Hildesheim darf der Anteil der nichtkatholischen Kinder gemäß niedersächsischem Schulgesetz 30 Prozent nicht überschreiten.

Schulgebühren:
Sachkostenbeitrag von 5 Euro im Monat

 

28.02.2016 (Kehrwieder am Sonntag)

St. Augustinus lädt ein

Hildesheim. Die St.-Augustinus-Schule lädt für Donnerstag, 3. März, zum Tag der offenen Tür ein. Von 15.30 bis 18.00 Uhr können Eltern mit ihren Kindern, die im Sommer auf die Oberschule in Hildesheim wechseln möchten, die Einrichtung kennenlernen.

 

23.02.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Augustinusschule öffnet ihre Türen

HILDESHEIM. Die St.-Augustinus-Schule lädt für Donnerstag, 3. März, zum Tag der offenen Tür ein. Von 15.30 bis 18.00 Uhr können Eltern und Kinder, die auf die Oberschule wechseln möchten, die Einrichtung kennenlernen. Verschiedene Fachbereiche und Förderangebote sollen vorgestellt werden. Wer will, kann Fach- und Klassenräume besichtigen. Die Schulleitung steht für Gespräche zur Verfügung.

 

20.01.2016 (Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

Informationen zur  Augustinus-Schule

HILDESHEIM. Die St.-Augustinus-Schule will am Montag, 25. Januar, ab 19.30 Uhr Eltern über die Aufnahme von Kindern in den fünften Jahrgang informieren. Der Wechsel von der Grundschule in die fünften Klassen der einzigen Oberschule in der Stadt Hildesheim mit Förder- und Fordermaßnahmen, die Fremdsprachenwahl und das freiwillige Ganztagsangebot sollen erläutert werden. Schulträger der St.-Augustinus-Schule ist das Bistum Hildesheim.