Augustinus auch am Nachmittag
Das Ganztagsangebot

Ein wichtiger  Schwerpunkt  unserer  programmatischen Arbeit stellt  die Ausweitung der  Nachmittagsangebote dar. Wir wollen die Schüler/innen in dieser Zeit aber nicht nur beschäftigen, sondern auch ihre soziale Kompetenz fördern sowie ihnen Angebote zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung machen.

Seit 1993 gibt es an unserer Schule die Nachmittagsbetreuung. Kinder haben die Möglichkeit von Montag bis Donnerstag nach dem Unterricht in der Schule ein warmes Mittagessen zu bekommen und anschließend unter Aufsicht ihre Hausaufgaben zu machen.

NB 2014 2Essensausgabe: Ob es wieder so gut schmeckt?

13.05 Uhr. Schon drängeln sich Mädchen und  Jungen vor ihrem  Gruppenraum und warten auf das Eintreffen der betreuenden Lehrkraft. Auf einem Tisch steht ein großer, gelber Container, noch fest verschlossen, und alle wollen wissen: „Was gibt es heute zu essen?“ Wenn alle eingetroffen sind und ihren Platz eingenommen haben, kehrt langsam Ruhe ein, das Tischgebet wird gesprochen und dann: „Klasse, Schnitzel mit Gemüsereis!“ Die Essensausgabe geht zügig voran. In der gemeinsamen Runde schmeckt es doppelt so gut. Auch wer zuerst skeptisch ist, lässt sich von den anderen zum Probieren anregen. Für besonders Hungrige ist noch ein Nachschlag da. Ab und zu muss sich der /die eine oder andere auch mal Kritik an den Tischmanieren zu Herzen nehmen.

NB 20141Auf eine gesittete Esskultur wird großen Wert gelegt!


In einer der drei Gruppen sitzen die Gourmets, die mit Lob oder Tadel das Essen kommentieren, das frisch aus der Kantine des Sozialamtes angeliefert wird. Die Mahlzeiten für die Schule werden extra gekocht und die Wünsche und Bedürfnisse nach Möglichkeit berücksichtigt. Der Service schließt auch die Nutzung von Geschirr und Besteck ein, sodass der Küchendienst stark entlastet ist.

Nach der Spiel- und  Entspannungspause auf dem  Hof beginnt pünktlich die leidige Arbeit an den Hausaufgaben. Immerhin bleibt dabei keiner sich selbst überlassen, Hilfe bieten die Lehrer/innen oder auch Mitschüler/innen an.

NB 20143Konzentriertes Arbeiten bei den Hausaufgaben

Teamarbeit steht hoch im Kurs; denn nichts lernt man so gut wie die Aufgaben, die man anderen erklären muss. Die Arbeit zu Hause kann allerdings durch die Hausaufgabenbetreuung nicht ganz ersetzt werden. Gedichte lernen, regelmäßig die Vokabeln wiederholen, das Kopfrechnen üben: darum muss sich jeder auch allein bemühen.

Aber in der Regel packen alle gegen 14.40 Uhr erleichtert ihren Schul-Rucksack: „Geschafft!“ und machen sich auf den Heimweg oder treffen sich noch zu einer Arbeitsgemeinschaft (AG) ihrer Wahl.

Musik, Tanz und Theater, sowie Sport und Spiele werden als Ausgleich für die geistige Anstrengung angeboten. Natürlich bieten die AGs die Möglichkeit neue Fähigkeiten zu entdecken, vorhandene zu vertiefen oder einfach gemeinsam Spass zu haben. Um allerdings einen Platz in einer Computer-AG zu erhalten, müssen sich die jungen Freaks meist lange gedulden.

Inzwischen nehmen an der Nachmittagsbetreuung im Durchschnitt etwa 40 Schüler/innen teil, überwiegend aus  den Klassen 5 und 6. Wir haben drei Gruppen gebildet, sodass die Größe überschaubar bleibt. Ungefähr ein Viertel der Mädchen und Jungen kommt täglich, die meisten nutzen das Angebot an 1–2 Tagen, vor allem mit anschließender AG. Für die Zukunft wünschen wir uns weitere Fördergruppen und – vielleicht in Zusammenarbeit mit Eltern und Vereinen – ein noch vielfältigeres Angebot von Arbeitsgemeinschaften.

(Text: Doris Josopait/Bildmaterial: 2014 neu durch die Redaktion der Schülerzeitung)