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2014

Der rote Faden

Plakat roter Faden 2014
Das Musical wurde im Juni 2014 in der Volkshochschule Hildesheim uraufgeführt. Beim "Roten Faden" handelt es sich um einen musikalischen Themenzyklus über das Leben, den Zufall, das Schicksal, über gegangene und noch zu gehende Wege, über Tore, die geöffnet werden oder verschlossen bleiben. Eine Spurensuche, eine Standortbestim- mung, zurück- und vorausblickend. Es geht um das Leben im Allgemeinen und Besonderen, immer den roten Faden im Blick, ohne ihn zu verlieren, den roten Faden, der unser Leben bestimmt!

 

Bei den Aufführungen des "Roten Fadens", anlässlich des 40-jährigen Schuljubiläums der St.-Augustinus-Schule Hildesheim vom Musiklehrer Fred Burghardt getextet und komponiert, wirkten ca. 80 Personen hinter, vor und auf der Bühne mit. Schüler und Schülerinnen der 5. - 10. Klassen, Lehrer und Lehrerinnen, Sekretärin und Hausmeister und Ehemalige überzeugten als Chor- und Solo-Sänger, als Musiker, in der Tanz- und Akrobatik-AG (unter der Leitung von Uta Kopke) und in der "Marionetten-Szene" der Theater-AG (unter der Leitung von Heiderose Lange). Das Publikum war bei den drei ausverkauften Aufführungen auch vom Bühnenbild begeistert. Der DVD-LIVE- MITSCHNITT und die CD mit 25 Titeln, bei der Michael Welzel und Bernd Richter als Tontechniker und Musiker ihr ganzes Engagement einbrachten, sind an unserer Schule erhältlich.

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2009

Ein Engel für Miguel



Im Mittelpunkt des Kriminalstücks (unterstützt durch Musik und Tanz) steht der junge Miguel, der in einem Armenviertel in einer südamerikanischen Stadt lebt. Er verdient als Gelegenheitsarbeiter, vor allem durch Schuhputzen, sein Geld, das er auch für seine Geschwister braucht. Er hat eine kleine Freundin: Romina. Sie ist klebstoffsüchtig, was Miguel sehr ärgert. Eines Tages nimmt er einen Job als Hafenarbeiter an. Dabei gerät er in die Bande des Drogenhändlers Lucio. Dieser benutzt ihn - ohne Miguels Wissen - als Kurier. Als Undercover- Polizisten Miguel verhaften wollen, gerät dieser mit Romina in ernsthafte Schwierigkeiten. Doch Miguel erhält unerwartet himmlische Unterstützung...

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2004                                                           

“Na, wo drückt  der Schuh?”
(Hintergrundinformationen von Ingo Leiß)

 

Das Musical „Na, wo drückt der Schuh?“ ist in drei Teile aufgeteilt.

Die Rahmenhandlung bildet der Schuhladen mit dem Schuhmachermeister und seinem Lehrling. Der erste Teil zeigt einen Gauner, der seinen rückratlosen Gehilfen (Ja - Sager) dazu anstiftet, im Schuhladen wertvolle Markenschuhe zu klauen. Der Gehilfe wird ertappt und lässt sich vom Schuhmann dazu überreden, den Gauner die Meinung zu sagen, was ihm aber nicht gelingt, da ihm der Mut fehlt.

Der zweite Teil zeigt einen Maler und einen Bäcker, die sich gegenseitig vorwerfen, die Arbeit des jeweils anderen sei leichter. Durch einen zauberhaften Zwischenfall (die Schuhe werden vertauscht) wechseln sie die Rollen und erleben sich im Beruf des jeweils anderen, wobei sie hier völlig versagen. Am Schluss ist alles wieder so wie vorher.

Im dritten Teil werden zwei arrogante junge Damen durch einen Zauberspiegel, der die wahre Identität des Davorstehenden zeigt, über ihre schnöselige Überheblichkeit aufgeklärt. Ein Obdachloser entdeckt dabei die Schönheit seiner wahren Persönlichkeit. Der Schuhmann und sein Lehrling runden durch einen freundschaftlichen Dialog die Geschichte ab. Bei diesen Szenen konnten die Schüler/innen so richtig ihre Phantasie ausleben.

Zwischendurch erfolgen zahlreiche Gesangseinlagen, welche die jeweiligen Szenen musikalisch unterstützen.

Das Musical folgt der Intention, auf theatralische Weise vorzustellen, wie Schwächen von Menschen sich auf das Miteinander auswirken können. In drei Fällen wird dargestellt, wie vor allem Überheblichkeit sowie mangelnde Entschlossenheit die Menschen immer wieder in selbstentlarvende Situationen bringt. Der Bäcker, der meint, mehr und besser arbeiten zu können als der Maler, merkt, dass er dies nur in seiner Profession vermag, nicht aber in der des anderen. Ebenso ergeht es dem Maler, der die Arbeit des Bäckers nicht verrichten kann, obwohl er dies zunächst so arrogant verkündet hatte.

Den Schüler/innen zeigt dieses Stück, wie wichtig es ist, sich in den Anderen hineinzuversetzen, quasi die Perspektiven zu wechseln, um die Schwächen und Stärken auch an sich selbst zu erkennen. So wird der Perspektivenwechsel zur Möglichkeit, sich selbst besser verstehen zu können. Die Selbsterkenntnis folgt, durch das „in den Schuhen des anderen gehen, um sich selber besser zu verstehen.“ Für den Alltag soll dies die Erkenntnis bringen: Versetze dich in die Lage (Schuhe) des Anderen, wenn du wissen willst, warum er so handelt, wie er handelt. Versuche zu verstehen, warum er/sie so ist, wie sie ist. Dann sind auch Probleme leichter lösbar.

Nicht nur diese Intention des Stückes ist der Grund, warum das Musical inszeniert worden ist. Wichtig ist vor allem der Spaß der Schüler/innen am Theaterspielen, am „sich in eine andere Rolle ( andere Schuhe) hinein- versetzen“ und diese darstellen zu können. Mit Gestik, Mimik und Gesang eine Rolle zu verkörpern ist ebenso ansprechend wie der Einsatz von Technik (Licht - und Toneffekte, Nebel) und das Produzieren einer CD im Tonstudio. Hier werden die Medien geschickt mit der Schauspiel- und Musikkunst vermischt. Etwas Solches zu kombinieren und zu produzieren ist für Schüler/innen und Lehrer/innen gleichermaßen ein Erlebnis, besonders vor großem Publikum, das dann auch noch lobenden Beifall klatscht. Auch der Weg zur Aufführung ist wichtig. Hier wird gemeinschaftlich etwas vorbereitet und durchgeführt, es entsteht eine kooperatives Miteinander in der Schauspielertruppe, jeder hat seine Rolle, seine Aufgabe ohne die sonst nichts funktionieren würde. Jeder ist wichtig, jeder hat seinen Platz, hier herrscht kein Konkurrenzkampf, kein Leistungsdruck (außer der typische Aufführungsstress). Ein Jahr lang haben die Vorbereitungen gedauert. Regelmäßige Treffen in AG’ s und Gesangsrunden sind nötig gewesen, um sich auf die Auftritte vorzubereiten. Endlich mal etwas anderes als normaler Unterricht! Wir haben uns in diesen Stunden mehr als Schauspieler, Regisseure, Musiker und Techniker gefühlt, nicht als Lehrer bzw. Schüler!

Nachher gibt es auch viel zu erzählen, über die Aufführung, ihren Verlauf, über die Aufnahme im Tonstudio! Wer erinnert sich nicht gern mit einem Schmunzeln daran, dass ausgerechnet  bei der ersten Generalprobe der Schuhmeister einen Hexenschuss erleiden musste und anschließend für eine Aufführung aussetzen musste? Wer denkt nicht gerne an die „freien Improvisationen“ zurück, wenn irgend jemand einmal den Text vergessen hatte?

Besonders viel Freude erzeugt das Ausprobieren auf der aufwendig aufgebauten Bühne (einige Teile sind aus Hannover von der Ludwig-Windhorst Schule herangekarrt worden). Die Bühne verfügte über einen dunkelblauen Vorhang und hatte jede Form von Professionalität. Das Gleiche gilt für das Bühnenbild: mehrere Werk- und Kunst- WPK’ s haben ein realistisches Bühnenbild zusammengebastelt (mit Regalen, Kunstbildern, Backofen und Backwaren, Farben, Werbeschildern, Schuhen usw.).

Besonders viel Spannung ist bei den Aufführungen selbst entstanden: Konnte alles wie geplant klappen? Wenn etwas schief geht, wie wird es ausgebügelt?

Da haben die Schüler-/innen zeigen können, welches Improvisationstalent in ihnen steckt und wie sie geschickt vergessene Wörter durch passende „Schnellneuerfindungen“ ersetzen können.

In den Tagen vor und nach der Aufführung habe ich eine angenehme Atmosphäre des Miteinanders in der Theater- und Musikergruppe empfinden können. Dieses Gefühl strahlten wir auch auf die Zuschauer aus, die sich vom Selbstvertrauen der Darsteller haben mitreißen lassen. Die Begeisterung für das Musical hat auch noch nach den Sommerferien angehalten, in der Schule wird noch regelmäßig darüber gesprochen.

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1998

Homolus

Ein musikalisches Natur-Schauspiel

 

Mittelpunkt des Umweltschau-Spieles ist Homolus, eine vom  Namen her  erdachte Kunstfigur, die ein sehr differen-
ziertes Eigenleben zwischen Homo und Homunkulus führt. Dieser erfundene aber sehr realistisch existierende Prototyp der Gattung Mensch zeigt alltägliche Verhaltens- und Fehlverhaltensweisen, wie sie das gegenwärtige Leben und damit der heutige Zeitgeist prägen und dieser sich selbst durch den Menschen entwickelt und von ihm gelebt wird.

Moral existiert kaum oder gar nicht mehr oder wird für den Eigenbedarf zurechtgestutzt. Überlieferte Werte- vorstellungen sind unterentwickelt, verkümmert oder nie vorhanden gewesen. Unrecht wird, natürlich nur gegenüber anderen, akzeptiert oder gar nicht als solches empfunden oder erkannt, und Gewalt dient als nützliches Mittel zum Durchsetzen des eigenen Anspruchs und zum Befrieden persönlicher Bedürfnisse.

Oftmals ohne Halt und darum rücksichtslos, ohne Ziel und Perspektive, manchmal einfach nur nachlässig, unüberlegt, unkritisch oder aber auch extrem egoistisch lebt der Homolus in den Tag hinein. Bequemlichkeit, Teilnahms- und Interesse- losigkeit und nicht zuletzt ungeheure Gleichgültigkeit sind deut- liche Zeichen einer menschlichen Verarmung. Nicht Verzicht, sondern Mehr-noch, nicht Miteinander, sondern eher Rück- sichtslosigkeit, nicht Gemeinwohl, sondern der Eigennutz des Individuums zählen. Handeln bleibt nicht nur unreflektiert, und Folgen sind darum oft unwichtig und unkalkuliert, vielmehr wird falsches Tun zum eigenen Vorteil und auf Kosten anderer und der Natur gewollt oder zumindest geduldet und billigend in Kauf genommen.

Dabei treibt er, der Homolus, teilweise gnadenlos Raubbau an sich und seiner Umwelt und damit insgesamt letztlich elementar an seiner eigenen Existenz und der ganzen Schöpfung. Dieses deutlich und bewußt zu machen und zum Nachdenken anzuregen versucht das Theaterstück

(Gustav-Aloys Nolte)

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Anmerkung:
Die Texte, ein Ergebnis einer Projektwoche zum Thema Umwelt, stammen von Gustav-Aloys Nolte, die Musik schrieb Fred Burghardt.
 

 

1992/93

 Bernward von Hildesheim

Ein musikalisches Schauspiel


1993, genauer am 15. Januar, jährte sich der Tag der Bischofsweihe des hl. Bernward von Hildesheim zum tausendsten Mal.

Aus Anlass dieses Jubiläums gab der Bernward Verlag Hildesheim unter dem Titel “Bischof Bernward und die Zeit der Jahrtausendwende” eine Sammlung von Unter- richtseinheiten und Materialien für alle Schulstufen heraus.
 
Fred Burghardt und Gustav-Aloys Note erarbeiteten zeitgleich das musikalische Schauspiel “Bernward von Hildesheim”, aus dem 6 Lieder Eingang in die obige Sammlung fanden.

Das gesamte Schauspiel umfasst 28 Lieder- bzw. Szenen- folgen und ist nach wie vor als CD erhältlich.

 

 

1984

Aurelius Augustinus

 

Am 22. Oktober 1984 feierte die St.-Augustinus-Schule ihr zehnjähriges Bestehen. In den Tagen und Wochen zuvor stand bereits die ganze Schule im Zeichen des Jubiläums. Die 1. Projektwoche in der kurzen Schulgeschichte brachte Vorbereitungen fürs Jubiläum und viel Trubel in den alltäglichen Schulbetrieb.        

Die damalige Schulleiterin Monika Feise stand mit ihrer Einschätzung, „diese Tage haben uns allen viel gebracht" in der Lehrer- und Schülerschaft der Schule nicht allein.  Zum ersten Mal seit Bestehen der St.- Augustinus-Schule gab es die Möglichkeit für eine Projektwoche. „St. Augustinus und seine Zeit" war das Thema. Der Musiklehrer Fred Burghardt hatte dazu das Musical „Aurelius Augustinus" geschrieben, dessen Uraufführung am 22. Oktober 1984 in der Sporthalle in diesen Tagen intensiv vorbereitet wurde. Erste Proben fanden statt, Bühnenbilder, Einladungskarten und anderes wurde entworfen.

Eine von Schülern selbst gestaltete Zeitschrift, selbst ein Projekt, fasste die Ergebnisse der Projektwoche zusammen. Da gingen Schüler Spuren des heiligen Augustinus in der Hildesheimer Umgebung nach, andere fertigten Kostüme an, bereiteten den Gottesdienst vor, erstellten Mosaiken und töpferten.

Ein Wandbehang wurde gewebt und Kulissen gemalt. Eine Gruppe befasste sich mit der Lebensweise der Menschen zur Zeit Augustinus', eine andere baute die Schule als Modell nach. Sprüche für die Wand entstanden als Kaltnadel-Radierungen und Linoldrucke, eine Gruppe beschäftigte sich mit den Lebensmitteln der damaligen Zeit. Eine andere marschierte in einen Steinbruch, besorgte sich kleine flache Steine und baute eine mittelalterliche Festung als Original nach. Und schließlich fiel bei der Projektwoche auch eine umfassende Chronik der Schule ab.

Alles zielte auf diesen 22. Oktober ab, der morgens mit einer feierlichen Bischofsmesse im Dom zu Hildesheim begann und am Abend mit der Uraufführung des Musicals “Aurelius Augustinus” in der Hildesheimer Sporthalle seinen Höhepunkt fand.

Vor 2000 begeistert applaudierenden Zuschauern wurde mit Spielszenen, Gesangseinlagen, Kurzkommentaren (mit Diabegleitung) sowie einer pfiffigen Tanzeinlage das Leben des Aurelius Augustinus (354 - 430) von den Jugendjahren bis zur entscheidenden Wende seines Lebens, der Hinkehr zum religiösen Dasein, dargestellt. Die schwungvolle Musik, die schnell zum Mitsummen anregte, lag allen Zuschauern noch recht lange Zeit später in den Ohren. Die Ge- sangsdarbietungen der Hauptdarsteller, das Schulorchester, und die Solo-Instrumentalisten sorgten mitsamt einem großen Chor für eine vielseitige musikalische Unterhaltung.


                              Die wohl bekanntesten Noten der Schule:
                                     Aurelius Augustinus - Der Schul-Hit

Wem der Schulpatron zuvor eher ein Unbekannter war, der bekam durch dieses Musical eine sehr einfühlsame Be- schreibung seines Lebens und seiner religiösen und philosophischen Lehren. Der Wandel vom ausschweifenden Lebenskünstler zum überzeugten Christen wurde glaubhaft und anschaulich vorgeführt.

 

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